Archiv für Februar 2013

lesestoff II

in letzter zeit war mir nich nach anspruchsvoller literatur also teile ich einfach zwei literaturhäppchen mit euch die sich mensch eventuell auch zwischen zwei tassen tee einverleiben kann:

1. Klaus-Peter Wolf: „Dosenbier und Frikadellen“
das buch kam anfang der 80er raus und es geht um eine gruppe „rocker“ und die „frauen“ die zu ihnen gehören, beides immer sprachlich säuberlich getrennt. die jugendlichen in der geschichte merken wie ihr leben als gruppe und teils als individuen langsam den bach runtergeht, man erfährt vereinzelt hintergründe auf die das zurückzuführen sein könnte: hohe arbeitslosigkeit und, naja, prügelnde erziehungsberechtigte…was ich für meinen teil n bisschen platt fand. ansonsten, mega gut geschrieben auch heute noch lesbar, trotz 80erjugendsprache, für mich macht das bücher meist noch interessanter.

2. Josef Carl Grund: „Krach auf der Rollmopsinsel“
dieses buch ist von ’71 und ich wüsste einfach zu gern wie es ist das als grundschulkind zum ersten mal zu lesen….:D als mensch mit 4-5 jahren geschichtsunterricht hinter mir war ich einfach nur überrascht den inhalt in einem kinderbuch zu finden, vereinfacht und fast schon fabelmäßig angehaucht. irgendwie faszinierend. ich frag mich auch wie es damals wohl bei den leser_innen und erziehungsberechtigten so angekommen ist.

und weils heute um kinder bücher ging noch ein satz den ich irgendwo aufgeschnappt hab. er is mir ne ganze zeit nich mehr ausm kopf gegangen:

„von meiner mutter als kind gibts keine bilder…die hatten einfach kein geld für fotos.“

soft skills

eine frage zu einer welt in der keine_r mehr arbeiten muss ist häufig: tut es dann überhaupt noch wer?
hier lohnt es sich zu fragen was arbeit eigentlich ist…eine leistung die mensch erbringt, aus etwas mehr machen, etwas produzieren? verarbeiten?
es gibt menschen, die gerne putzen, wände hochziehen, socken stricken und und und…manche menschen ohne beschäftigung werden fast depressiv weil sie gerne etwas sinnvolles tun wollen.
ich denke dass die (fast) einzige möglichkeit, überhaupt nichts ‚für andere‘ zu tun ist, sich irgendwo einzuschließen und die gesamte zeit mit lesen o.ä. zu verbringen. denn einen ‚beitrag‘ bringt mensch eigentlich ständig ein und sei es nur dass mensch sich gerne mit jemandem unterhält, lustige zeichnungen irgendwohin kritzelt oder kindern beim spielen zusieht…das alles kann erleichterung schaffen für andere menschen.
darum ist es unwahrscheinlich dass selbst jemand, der sich nicht in der lage fühlt, aktiv etwas zu produzieren, nur von der ‚arbeit‘ anderer lebt.

anekdote ahoi

„rate mal was XY neulich passiert is…der arbeitet bei der polizei.“
„erzähl mal“
„da kommt so eine rein, naja, zigeuner sind sie ja nich mehr aber, doch war sie schon.“
„hähä“
„jedenfalls, sitzt da so ein junger kerl vorne und sie kommt zu ihm und erzählt von ihrem verlobten der sie beklaut hat.“
„hahaha“
„der is halt ausgezogen und sie diktiert so was er mitgenommen hat von dem was ihr gehört. und zählt auf und zählt auf und hinten sitzt XY und hört zu. auf einmal ruft er nach vorne: ‚hey, soviel zeug hast du doch noch nie besessen was du da aufzählst, mach das du abhaust!‘“
„hahahahaahaha!!“
„tja, dann is sie raus und der junge kollege so: ‚das kannst du doch nich machen?!‘“
„nich ganz wie’s im lehrbuch steht, gell? hahaha“

soviel zum rechtsstaat

ich weiß…

…hier is nix los in letzter zeit, ich bemüh mich aber das wieder hinzukriegen :]
heute war ich mit großen hoffnungen in der hosentaschen bei einem veganen kochkurs von der VHS.
ich hoffte auf andere veggies um mich auszutauschen aber der altersdurchschnitt und die anzahl der anwesenden veganer_innen (die gegen null ging) wirkten sich darauf negativ aus.
trotzdem, netter abend und so.

zwangshandlung

„musst du so viel rauchen?“
nein aber es fühlt sich gerade gut an.

ich vermute jede_r versucht ab und an menschen die eigene meinung aufzudrücken, die eigenen verhaltensweisen nahezulegen. klar, mensch hat sich ja gedanken gemacht und daruafhin irgendwas zum optimum erklärt, lebt im besten fall konsequent danach. das will mensch teilen, vielleicht das leben der anderen verbessern. aber nimmt mensch ihnen damit nicht die chance die gedankengänge selbst zu erleben und am ende hinter der eigenen entscheidung stehen zu können, wie auch immer sie ausfällt?
das bedeutet ja nicht dass mensch seine meinung niemandem mehr mitteilen „soll“, ohne informationsaustausch ist meinungsbildung ja per se nicht möglich. aber ich persönlich finde es hilfreich dogmatische aussagen so weit wie möglich zu vermeiden. dass könnte mensch auf alle möglichen bereiche anwenden….auch auf solche wie die medizin wo es sich um harte fakten zu handeln scheint, denn wissen veraltet ab und zu, ständig werden neue entdeckungen gemacht nicht alle menschen funktionieren gleich, die wenigsten menschen sind allwissend usw…aus diesem gedankengang heraus begrüße ich posts wie diesen

das ist nur ein teilbereich des gedankenganges, den rest formuliere ich noch :]